
Auszeichnung für Eishockeystandort Dresden
Zum ersten Mal in der Geschichte des Dresdner Eishockeys wurde die Nachwuchsarbeit des Eissportclub mit Fünf-Sterne-Plus durch den Deutschen Eishockeybund (DEB) zertifiziert. Nachdem der ESC bereits in der Vergangenheit mit Fünf-Sternen zertifiziert wurde, unterstreicht Fünf-Sterne-Plus nun die weiterhin ausgezeichnete Talententwicklung in der sächsischen Landeshauptstadt. Dresden erhält als erster DEL2-Standort die Fünf-Sterne-Plus-Zertifizierung.
Ausschlaggebend für eine Fünf-Sterne-Plus-Zertifizierung ist die Tatsache, dass in den Altersklassen U18 und U20 junge Talente den Sprung in die U-Nationalteams geschafft haben. „Für uns am Standort ist die Zertifizierung natürlich auch Bestätigung unserer alltäglichen Arbeit,“ sagt Thomas Barth, sportlicher Leiter des Eissportclub Dresden. „Wir haben eine gute Infrastruktur, hervorragend ausgebildete Trainer und bieten den jungen Sportlern so optimale Entwicklungsmöglichkeiten,“ ergänzt Barth.
Auch Matthias Roos, Sportdirektor der Eislöwen, rückt die Bedeutung einer guten Nachwuchsarbeit in den Fokus: „Jeder Standort, und so auch die Eislöwen, können von eigener, guter Nachwuchsarbeit profitieren. Unser Ziel ist es, die Masse zu verbreitern, sodass dann auch in der Spitze mehr Talente den Sprung zu den Profis schaffen können.“
Ein Beispiel, wie dieser Sprung gelingen kann, ist derzeit Felix Krüger. Der 17-Jährige sammelt nicht nur in der U20 fleißig Eiszeit, sondern auch in der Profimannschaft der Eislöwen. „Ich habe sowohl in der U20 als auch bei den Profis schnell das vertrauen bekommen. Das hilft meiner Entwicklung natürlich enorm. Dennoch darf auch die Schule nicht zu kurz kommen. Trotz kurzer Wege ist das Lernen bei täglich bis zu zwei Eiszeiten schon hart,“ sagt das Nachwuchstalent des ESC.
Krüger, wie Ricardo Hendreschke, in Dresden geboren, hat beim ESC alle Nachwuchsabteilungen durchlaufen und den Sprung zu den Profis geschafft. Zusätzlich hat er in den U-Nationalmannschaften internationale Erfahrung sammeln können. Bereits jetzt attestiert ihm Eislöwencoach Niklas Sundblad das Potential zum A-Nationalspieler. Damit wäre Krüger der erste gebürtige Dresdner aus dem Nachwuchs des Eissportclub dem dies gelänge, der auch vollständig in Dresden ausgebildet wurde. Zurzeit ist die Verfügbarkeit von Eis der limitierende Faktor. Wir benötigen zur optimalen Nachwuchsförderung eine vierte Eisfläche am Standort,“ richtet Barth den Fokus auf die Zukunft. Matthias Roos ergänzt: „Wir stehen natürlich mit den anderen Sportarten am Standort und vor allem dem Bundesstützpunkt Shorttrack in ständiger Konkurrenz um Eiszeiten. Um, angefangen bei den Kleinsten, eine weiterhin gute Ausbildung zu gewährleisten, muss der Standort strukturell wachsen.“
Dazu ergänzt Bernd Nickel, Präsident des Eissportclub Dresden: „Über die Zertifizierung sind wir als Eissportclub natürlich sehr stolz, weil es die gute Arbeit am Standort honoriert, wenngleich wir uns natürlich stetig verbessern möchten. Dadurch erhoffen wir uns nicht nur, für junge Athleten attraktiver zu werden, sondern auch Interesse bei Sponsoren zu wecken, die den Nachwuchs- und Breitensport gezielt unterstützen möchten, sodass wir auch zukünftig den hohen Standard der Nachwuchsarbeit hier in Dresden halten können.“
Auch Maik Walsdorf, Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen, zeigt sich erfreut über die Zertifizierung des Eissportclub Dresden: „Dass die Nachwuchsarbeit an unserem Standort auf höchstem Niveau erfolgt, ist für uns als Proficlub ein wichtiger Baustein. Damit wir diesen Standard zukünftig auch halten können und somit bestmöglich aufgestellt sind, geht nur mit weiteren Kapazitäten und Trainingszeiten. Dafür ist eine vierte Eisfläche unerlässlich.“
Zur Zertifizierung unseres Nachwuchses haben wir ein Interview mit Thomas Barth, Sportlicher Leiter des Eissportclub Dresden, Matthias Roos, Sportdirektor Dresdner Eislöwen, sowie Felix Krüger, Teil der U20 des ESC und der Profimannschaft, geführt. Das Video findet ihr hier!